Rentenansprüche und humanitäre Anerkennung von Ghettoarbeit

Rentenansprüche für ehemalige Beschäftigte in einem Ghetto
Im Rahmen des europäischen Gemeinschaftsrechts können Zeiten der Beschäftigung in einem Ghetto nach dem Gesetz zur Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto vom 20.06.2002 (ZRBG) unter bestimmten Voraussetzungen als deutsche Beitragszeiten für die Zahlung einer Rente anerkannt werden. Die Wartezeit für eine deutsche Rente kann demnach auch durch Zusammenrechnung von deutschen Versicherungszeiten (wozu auch die Ghetto-Beitragszeiten nach dem ZRBG gehören) und niederländischen Versicherungszeiten erfüllt werden. Die Zahlung der Rente würde allerdings nur aus den deutschen Versicherungszeiten erfolgen.

Das Bundeskabinett hat am 8.4.2014 einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem das ursprüngliche Gesetz (ZRBG) an bedeutsamen Punkten nachgebessert wird. Die vorgeschlagenen Regelungen ermöglichen es allen Berechtigten, ihre Rente, die auf Beschäftigungszeiten in einem Ghetto beruht, vom 1. Juli 1997 an zu beziehen. Das war ursprünglich nur bei rechtzeitig bis Juni 2003 gestellten Rentenanträgen möglich.

Die berechtigten Personen werden direkt von der deutschen Rentenversicherung (DRV) angeschrieben.

Einen Frage- und Antwortenkatalog zum Thema finden Sie unten.
Näheres entnehmen Sie bitte den Informationen der Deutschen Rentenversicherung (siehe unten).

Besteuerung von Renten
Renten für ehemalige Zwangsarbeiter während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft werden nicht besteuert
.


Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte direkt an das für im Ausland ansässige Bezieher von Renten aus Deutschland zuständige Finanzamt:

Finanzamt Neubrandenburg (RiA)
Postfach 110140
17041 Neubrandenburg

Telefon: +49 395 44222 - 47000
Fax:       +49 395 44222 - 47100
E-Mail:    finanzamt-neubrandenburg%27%de,ria  

Humanitäre Anerkennung von Arbeit im Ghetto:

Informationen zur Anerkennung von Arbeit im Ghetto finden Sie in der unten angehängten Broschüre der BADV. Anträge auf Gewährung einer Anerkennungsleistung für Arbeit im Ghetto können unbefristet gestellt werden. Anträge sind zu richten an:

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV)
11055 Berlin

+49 30 187 03 00
badv%27%bund%27%de,poststelle

Bei Fragen zu Ghettoarbeit steht Ihnen auch die ''Deutsche Rentenversicherung'' zur Verfügung.
Sämtliche Antworten werden unter Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien erteilt.

Informationen zum ZRBG (Deutsch und Englisch)

Informationen zur BADV (Deutsch und Englisch)

Rentenansprüche und humanitäre Anerkennung von Ghettoarbeit

Frau in ihren Siebzigern sitzt im Wohnzimmer am Laptop

Deutsche Rentenversicherung

Finanzamt Neubrandenburg - Rente im Ausland

Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen BADV